succeet26 – Was die Marktforschung 2026 wirklich bewegt

Die succeet26 in Wiesbaden hat einmal mehr gezeigt, wohin sich die Marktforschung entwickelt – und vor allem, wie schnell. Zwei Tage voller Gespräche, Technologien und neuer Ideen machen eines deutlich: Die Branche ist mitten in der Transformation.

Unser Geschäftsführer Marcus war vor Ort und hat Eindrücke gesammelt, die über ein klassisches Event-Recap hinausgehen – denn viele der Themen betreffen die tägliche Arbeit ganz konkret.

Marcus Körner (IWD), Dr. Alexander Meier (deepsight), David Krems (deepsight)

KI ist nicht mehr Zukunft – sondern Alltag

Wer über die Messe läuft, merkt schnell: Künstliche Intelligenz ist kein Trend mehr. Sie ist Standard. 

Ob in der Datenerhebung, Analyse oder im Reporting – KI ist inzwischen in nahezu jedem Schritt der Marktforschung integriert. Bilderkennung, synthetische Befragte, automatisierte Insights: Was vor wenigen Jahren noch als Innovation galt, ist heute fester Bestandteil vieler Lösungen.

Doch genau hier liegt auch die entscheidende Frage: Welche dieser Ansätze funktionieren im Alltag wirklich zuverlässig?

Denn zwischen technologischer Möglichkeit und praktischer Anwendbarkeit liegt oft ein Unterschied. Die succeet26 zeigt klar: Die Branche ist in der Phase angekommen, in der nicht mehr die Idee zählt – sondern die Umsetzung.

 

Zwischen Erfahrung und Aufbruch

Ein zweiter Eindruck, der hängen bleibt: Die Marktforschung ist gleichzeitig geprägt von Erfahrung und im Umbruch.

Für Marcus war das besonders spürbar. Nach 28 Jahren in der Branche sind solche Events auch ein Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern. Menschen, mit denen man Projekte umgesetzt, Entwicklungen begleitet und Veränderungen erlebt hat.

Gleichzeitig zeigt sich, wie stark sich der Markt verändert hat:

  1. Institute sind verschwunden oder wurden integriert
  2. neue Namen und Strukturen sind entstanden
  3. und vor allem: neue Player betreten den Markt

Diese Mischung aus Historie und Aufbruch macht die aktuelle Phase der Branche so spannend.

Innovation kommt zunehmend von neuen Playern

Auffällig war vor allem die hohe Präsenz von Start-ups. So viele junge, innovative Unternehmen wie in diesem Jahr gab es auf der succeet selten.

Das ist kein Zufall: Technologie – insbesondere KI – senkt die Eintrittsbarrieren und ermöglicht neue Geschäftsmodelle. Gleichzeitig entstehen Lösungen, die bestehende Ansätze hinterfragen und weiterentwickeln.

Für Unternehmen bedeutet das: Der Markt wird dynamischer – und auch anspruchsvoller.

Substanz statt Buzzwords

Was positiv auffällt: Viele Aussteller und Vorträge setzen nicht mehr auf große Versprechen, sondern auf konkrete Anwendungen. Es ging weniger um Visionen und mehr um die Frage: Was funktioniert bereits heute?

Besonders spannend war dabei die differenzierte Auseinandersetzung mit KI. Themen wie Validität, Bias oder die Grenzen automatisierter Analysen wurden offen diskutiert.

Ein wichtiger Punkt – denn gerade in Zeiten hoher technologischer Dynamik wird methodische Qualität zum entscheidenden Faktor.

Was gute Ideen wirklich ausmacht

Neben all den technologischen Entwicklungen gab es auch Beispiele, die zeigen: Wirkung muss nicht kompliziert sein.

Ein Highlight war der Auftritt von Krämer Marktforschung: Hotdogs gegen Kontaktdaten

Die Idee war so einfach wie effektiv – und die langen Schlangen vor dem Stand sprachen für sich. Ein schönes Beispiel dafür, dass auch im B2B kreative und sympathische Ansätze funktionieren.

Was bleibt – und was jetzt wichtig wird

Die succeet26 war mehr als ein Branchentreffen. Sie war ein klarer Spiegel der aktuellen Entwicklung:

  1. KI ist integraler Bestandteil der Marktforschung geworden
  2. neue Player bringen Dynamik und Innovation
  3. und gleichzeitig bleibt eines entscheidend: methodische Qualität 

Für Unternehmen bedeutet das vor allem eines: Es geht nicht darum, jede neue Technologie sofort zu adaptieren – sondern darum, gezielt zu prüfen, was echten Mehrwert liefert.

Neben all den inhaltlichen Impulsen bleibt vor allem eines: Der persönliche Austausch.

Gespräche, Begegnungen und Diskussionen sind durch nichts zu ersetzen – gerade in einer Branche, die sich so schnell verändert.

Die succeet26 zeigt: Die Marktforschung steht nicht vor einem Wandel. Sie ist längst mittendrin.

Und genau deshalb lohnt sich der Blick dorthin jedes Jahr aufs Neue.

 

Bildquelle: Marcus Körner

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