„Promptest du noch oder forschst du schon?“ IWD und Prof. Dr. Marko Sarstedt auf der planung&analyse Insights 2026 

Wie verändern Künstliche Intelligenz und synthetische Daten die Marktforschung? Und vor allem: Wie gut können synthetische Daten reale Zielgruppen tatsächlich abbilden? 

Mit diesen Fragen beschäftigten sich unsere Geschäftsführerin Sandra Baethge und Prof. Dr. Marko Sarstedt von der LMU München bei ihrem gemeinsamen Vortrag auf der planung&analyse Insights 2026 in Frankfurt. 

Unter dem Titel „Promptest du noch oder forschst du schon?“ ging es darum, die aktuellen technologischen Möglichkeiten nicht nur zu betrachten, sondern auch wissenschaftlich einzuordnen. 

 

Synthetische Daten zwischen Potenzial und Validierung 

KI verändert derzeit sowohl das Konsumentenverhalten als auch die Möglichkeiten auf Unternehmensseite. Für die Marktforschung entstehen dadurch neue Ansätze, um Zielgruppen zu verstehen und Fragestellungen schneller zu untersuchen. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wo diese neuen Methoden belastbare Ergebnisse liefern können und wo ihre Grenzen liegen. 

Hier setzte die wissenschaftliche Perspektive von Prof. Dr. Marko Sarstedt an. Im Rahmen des Vortrags ordnete er ein, wie gut synthetische Daten reale Daten und damit tatsächliches Antwortverhalten abbilden können. Dabei wurde deutlich, dass synthetische Daten nicht pauschal für jede Forschungsfrage gleichermaßen geeignet sind. Entscheidend sind unter anderem der jeweilige Anwendungsfall, die zugrunde liegende Datenbasis und die Qualität der Validierung. 

Diese Einordnung ist auch für AVAtwins von zentraler Bedeutung. Prof. Dr. Marko Sarstedt hat AVAtwins wissenschaftlich validiert und untersucht, inwieweit die Ergebnisse der digitalen Zwillinge reale Befragungsergebnisse wiedergeben. Damit lässt sich differenzierter beurteilen, für welche Fragestellungen der Einsatz synthetischer Daten sinnvoll ist und in welchen Fällen weiterhin reale Befragungsdaten erforderlich sind. 

Sandra Baethge zeigte mit AVAtwins anschließend, wie ein solcher Ansatz konkret in der Marktforschung eingesetzt werden kann. Die Plattform ermöglicht es, digitale Zielgruppen auf Basis digitaler Zwillinge zu befragen und innerhalb kurzer Zeit erste Insights zu unterschiedlichen Fragestellungen zu erhalten. 

 

Neue Möglichkeiten brauchen methodische Einordnung 

Für uns liegt genau darin eine wichtige Aufgabe der Marktforschung: Neue technologische Möglichkeiten sinnvoll mit bestehender Forschungs- und Methodenkompetenz zu verbinden. 

Synthetische Daten eröffnen neue Möglichkeiten, klassische Marktforschung ersetzen sie jedoch nicht pauschal. Ihre Stärke liegt vielmehr in den Anwendungsfällen, in denen die zugrunde liegenden Modelle und Daten eine belastbare Abbildung ermöglichen und die Ergebnisse entsprechend validiert und eingeordnet werden können. 

 

Wir bedanken uns bei Prof. Dr. Marko Sarstedt für die gemeinsame Session, die wissenschaftliche Validierung von AVAtwins und die wichtige Einordnung der Möglichkeiten und Grenzen synthetischer Daten. 

Ebenso bedanken wir uns beim Team der planung&analyse Insights 2026 für die Organisation und Sabine Hedewich-Mohr für die Moderation. 


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